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Der Marktgemeinderat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen die
Bürgermedaille des Marktes Peißenberg an Frau Magdalena Kößl zu
vergeben. Erst achtmal wurde diese Auszeichnung vergeben, zum ersten
Mal an eine Frau. Die Medaille ist ein Dankeschön und eine Anerkennung
für Menschen, die sich in besonderer Weise um das Wohl des Marktes
Peißenberg verdient gemacht haben.
Frau Kößl hat sich durch folgende Tätigkeiten besonders für
Peißenberg verdient gemacht:
24 Jahre – von 1972 bis 1996 – war sie
Marktgemeinderätin und hat über zwei Jahrzehnte die Entwicklung
des Ortes mit geprägt und mit gestaltet. Es war anfangs die Zeit der
Umstrukturierung eines Ortes, in dem der Bergbau bis dahin eine
wichtige Rolle gespielt hat. Firmen mussten überzeugt werden, hier
Arbeitsplätze zu schaffen und sich anzusiedeln, um unseren Bürgern
wieder materielle Sicherheit zu geben. Der soziale Wohnungsbau wurde
forciert und auch viele sozial-gesellschaftlich wichtige Einrichtungen
wie z.B. unser Freizeitbad Rigi Rutsch´n wurde gebaut.
Eine Legislaturperiode, nämlich von 1984 bis 1990, war Frau Kößl
zweite Bürgermeisterin und hat zusammen mit Altbürgermeister
Führler die Geschicke des Ortes gelenkt.
Weitere politische Arbeit hat Frau Kößl für Peißenberg im Kreistag
geleistet; als Kreisrätin war sie immer darauf bedacht, dass
auch die Belange unseres Ortes im Landkreis berücksichtigt werden.
Parteiübergreifend bei den Kolleginnen und Kollegen beliebt, hat sie
immer versucht einen Konsens herbeizuführen, der für alle akzeptabel
war.
Neben der politischen Arbeit im Marktgemeinderat und Kreistag hat sie
in verschiedensten Vereinen und Organisationen mitgearbeitet und hier
ehrenamtlichen Einsatz für die Schwächeren der Gesellschaft geleistet,
aber auch die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertreten.
Besonders am Herzen lag ihr die Arbeiterwohlfahrt. Dort hat sie
sich für die älteren und jüngeren Menschen gleichermaßen eingesetzt.
Als Mitarbeiterin in der Kleiderzentrale hat sie Woche für Woche dafür
gesorgt, dass Familien günstige Kleidung für ihren Nachwuchs kaufen
können. Diese Institution gibt es noch heute und ist heute noch genauso
wichtig wie früher. Auf ihre Initiative wurde der Seniorenclub
gegründet, in dem ältere Menschen sich treffen, austauschen und
gemeinsam Ausflüge machen konnten.
In der Gewerkschaft IG-Bergbau war Frau Kößl von 1971 – 1990 im
Vorstand gewesen; die IG-Bergbau war für Peißenberg und insbesondere
für die Arbeiter im Bergwerk immer sehr wichtig; hier wurde ihre
Interessen vertreten und ihre Belange verfolgt. Auch nach der
Schließung des Bergwerks war die Arbeit der IG-Bergbau dringend
notwendig, um soziale Härten abzufedern und für Arbeitsplätze hier in
Peißenberg zu sorgen.
Im Bayerischen Roten Kreuz war die langjährige stellvertretende
Kreisvorsitzende. Das Bayerische Rote Kreuz ist in Peißenberg heute
noch ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Hilfsorganisationen.
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen werden erste Hilfe Kurse
angeboten und bei jeder größeren Veranstaltung steht das Rote Kreuz mit
angebotener Notfallversorgung bereit.
Herausheben ist noch ihre Arbeit in der „Bürgerinitiative gegen eine
Müllverbrennungsanlage in Peißenberg“. Diese Initiative wurde von
ihr gegründet und sie war langjährige Vorsitzende. Gemeinsam mit
Peißenberger Bürgern hat sie verhindert, dass eine
Müllverbrennungsanlage nach Peißenberg kommt. Der Druck, der von dieser
Initiative ausgeübt wurde, war so groß, dass das LRA diese Pläne fallen
lassen musste und dies war für Peißenbergs Zukunft eine sehr wichtige
Entscheidung.
Im Namen des Marktes Peißenberg dankt Frau Bürgermeisterin Manuela
Vanni Frau Kößl für all die Arbeit, die Ideen, die Initiativen und den
Einsatz, der von ihr erbracht wurde. Die Bürgermedaille des Marktes
Peißenberg zeigt, wie hoch ihr Wirken zu werten ist und dass sie sich
unermüdlich und mit viel Kraft für ein lebenswertes und
zukunftsorientiertes Peißenberg eingesetzt hat.
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