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- St. Georgs-Kapelle
Dieses Kleinod unter den Gotteshäusern des Pfaffenwinkels steht auf
uraltem geschichtlichem Boden. Bereits im 12. Jahrhundert soll hier
eine Burg entstanden sein, deren Herren noch Dienstmannen der Welfen
waren. Nach längerer Fehde zwischen dem letzten Burgbesitzer, dem
Grafen von Seefeld, und dem bayerischen Herzoghaus war die Burg im
Jahre 1388 zerstört worden. Das romanische Kirchenschiff der Kapelle
blieb als vermutlicher Rest jener Burg der Nachwelt erhalten. Mit dem
dort um 1400 von einem unbekannten Meister geschaffenen spätgotischen
Freskenzyklus vom Martyrium des hl. Georg und mit der späteren
kostbaren Altarausstattung aus Gotik und Barock in dem 1497 erfolgten
Choranbau wurde die Georgskapelle, gerade auch mit Werken vom anonymen
Münchener "Meister der Untermenzinger Altarfiguren" und des
Landsbergers Luidl, zu einem Schatzkästlein für den Kunstfreund, aber
auch zu einem Hort des Glaubens.
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- St. Michaels-Kapelle im Ortsteil St. Michael
Am Ostabhang des Hohen Peißenberg's liegt die Kapelle, die dem Hl.
Michael geweiht ist und im Jahr 1611 erbaut wurde. Das schmucke
Kirchlein, mit dem Türmchen, das ein wenig an Polling erinnert, birgt
in seinem Inneren eine schlichte, frühbarocke Ausstattung (Altar und
Plastika) aus der Weilheimer Werkstatt Deglers. Auch
Freskenfreilegungen sind sichtbar.
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- Wallfahrtskirche "Maria Aich"
1631, mitten in der Notzeit des Dreißigjährigen Krieges (1628 wütete
die Pest in Peißenberg und raffte 60 Menschen hinweg), setzten die
Bauersleute Mathias und Anna Liebhart all ihr Vertrauen in eine von
ihnen hochverehrte (gotische) Marienfigur. Sie wollen der Gottesmutter
zu Ehren eine kleine Kapelle bauen. Pfarrer Melchior Faber erwirkt für
die Bauersleute die Erlaubnis zum Bau eines Kirchleins. Im November
1631 geschah dann die Einweihung der Kapelle (sie war bereits aus
Steinen erbaut) durch den Augsburger Weihbischof Sebastian Miller.
Durch Krieg und Notzeiten bedingt (Das Bild von der Enthauptung des
Benedikt Stammele erzählt uns in der Aichkirche in beredter Sprache
davon), erhielt die Kapelle immer mehr Zulauf. Wallfahrer kamen aus nah
und fern. So erkannte man bei der Feier des hundertjährigen Jubiläums,
dass die Kapelle (sie fasste kaum 60 Personen) einfach für den großen
Andrag des Volkes zu klein geworden war. 1731 entschloß sich deshalb
der damals regierende Propst von Polling, Albertus Oswald, die Kapelle
abbrechen zu lassen und an derselben Stelle eine größere Kirche zu
bauen. Der Baumeister und Stukkateur dieser neuen Kirche war Josef
Schmuzer (1683-1752) aus Wessobrunn, der Schöpfer der
Deckengemälde (Im Chor: Verherrlichung Mariens durch die damals
bekannten vier Erdteile Europa, Afrika, Asien und Amerika als jeweils
fürstliche Frauengestalten. - Im Schiff: Maria hilft bei Pest,
Hungersnot und Krieg) Matthäus Günther (geb. 1705 in
Tritschenkreut, ehem. Gemeinde Ammerhöfe, jetzt Peißenberg, gest. 1788
in Haid bei Wessobrunn). Die Figuren Joachim und Anna zwischen den
Säulenpaaren des Hochaltars schuf der seit 1734 in Weilheim ansässig
gewordene Franz Xaver Schmädl, während für die beiden
Seitenaltarfiguren St. Sebastian und St. Leonahrd nur der bedeutende
Füssener Bildhauer Anton Sturm (1690-1757) in Frage kommen kann.
Er ist auch der Schöpfer der Kirchenväterfiguren in der Wieskirche.
1734 war die neue Kirche vollendet (Bauzeit von 1732-1734) und wurde am
23. Mai durch den Augsburger Weihbischof Johann Jakob von Mayr
eingeweiht.
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- Knappengedächtniskapelle
An dem wohl schönsten Aussichtspunkt auf Peißenberg und die ehemaligen
Werksanlagen der Zieglmeier-Schachtanlage hat der Knappenverein
Peißenberg e.V. eine Kapelle zum Gedenken an die vergangene
Bergbauzeit, an alle verstorbenen und besonders an die 262 beim Betrieb
der drei Schachtanlagen am Hohen Peißenberg (Peißenberg,
Hohenpeißenberg, Peiting) tödlich verunglückten Bergleute
errichtet.
Sie ist der Hl. Barbara und dem Hl. Antonius, beide Schutzheilige der
Bergleute, geweiht. Ein Besuch wird sich lohnen.
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- Sandsteinhöhlen in der Ammerschlucht (Schnalz)
Am bewaldeten Nordwesthang der "Schnalz" liegen etwa 100m über die
Talsohle eine Reihe von Höhlen, die vermutlich den Mönchen des Klosters
Rottenbuch im Bauernkrieg (1525) und im Dreißigjährigen Krieg als
Zufluchtsstätte dienten.
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- Naturschutzgebiet "Eibenwald" (Paterzell)
Der Paterzeller Eibenwald ist einer der ältesten Naturschutzgebiete
Bayerns (seit 1939) und umfasst 21 ha Mischwald mit dem größten
Eibenbestand in ganz Deutschland.
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